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Wie die „Ukuleile“-Methode („Ukulele-leicht-lernen“) den Schulalltag an Ganztagsschulen bereichern kann

  • Beitrag mit Einleitung und Bild:
    • Veröffentlichungsort und Datum: Tettnang, 20.04.2026, Einleitung (max. 300 Zeichen): „Ich kann kein Instrument spielen und mit den Kindern nicht singen“. So oder ähnlich ist die Selbsteinschätzung mancher Erziehungs- und Lehrkraft – zu Unrecht., Einleitungsbild: , Landesverband: Bundesverband, Veröffentlichungsjahr: 2026

Mit der Leichtlernmethode für Ukulele, einer kleinen viersaitigen Gitarre, ist es in kürzester Zeit möglich, Kinder beim Singen anzuleiten und sie mit der Ukulele zu begleiten. 

Musikalische Elemente in der Erziehung und dem (außer-)schulischen Alltag sind geeignet, ein gutes Lern- und Gruppenklima zu erzeugen und die Stimmung aufzulockern. Umso mehr sollte es jeder Erziehungs- und Lehrkraft ermöglicht werden, selbstgemachte Musik entsprechend einzusetzen. Mit der „Ukuleile“-Methode können Interessierte innerhalb kurzer Zeit in die Lage versetzt werden, Melodien anzustimmen und den Gesang von Kindern selbst zu begleiten.

Die „Ukuleile“-Methode “ („Ukulele leicht lernen“) setzt auf einer leicht veränderten Stimmung der Saiten und dadurch stark erleichterten Griffen auf. Mit einer dreistündigen Einführung inklusive Übungsteil gelingt es Kursteilnehmenden, erste Lieder anzustimmen und zu begleiten. Da keine komplizierten Griffweisen erforderlich sind, können Erziehungs- und Lehrkräfte während des Spielens Blickkontakt mit den Kindern halten. Dies fördert die Motivation und lädt zum begeisterten Mitsingen und Mitmusizieren ein. Bei solcher Befähigung der Erziehungs- und Lehrkräfte können auch spontane musikalische Kurzeinheiten von wenigen Minuten ohne Vorbereitungsaufwand in den Unterricht oder den Ganztag eingebaut werden, etwa zur Bewältigung von Unruhe oder zur Entspannung. Dabei ist die Ukulele als Kleininstrument platzsparend in jedem Klassenzimmer problemlos unterzubringen.

Ein weiterer Aspekt selbstgemachter Musik ohne Vorbereitungsaufwand ist die Möglichkeit, Rituale zu schaffen, die Struktur und Vertrautheit geben und so mit einfachen Mitteln einen wertvollen Beitrag zu einem stabilen Lernumfeld leisten. So kann etwa zu bestimmten Zeitpunkten ein bestimmtes Lied gesungen oder auch zu Anlässen wie Geburtstagen dem einzelnen Kind eine Wertschätzung durch die Gruppe geschenkt werden.

Die Methode wurde von Iris Maucher an der Musikwerkstatt Tettnang gemeinsam mit Thomas Lorenz entwickelt. Einrichtungen, die eine „Ukuleile“-Vor-Ort-Schulung durchführen, können Instrumente erwerben, um direkt loslegen zu können. Die Stiftung „Kinder brauchen Musik“ von Monika und Rolf Zuckowski unterstützt das Projekt „Ukuleile“.

Die Ukulele in Verbindung mit der „Ukuleile“-Methode ermöglichen musikalische Bildung und Musik als gestalterisches Unterrichtselement auch in Ganztagsschulen. Selbst gemachte Musik schafft Gemeinschaft und bringt Freude in den Schulalltag. Ein kleines Instrument, eine einfache Methode mit großer Wirkung.

Weitere Informationen:

www.ukulele-leicht-lernen.de

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Autorin:

Iris Maucher, geb.  1972,  Uku-lei-le Entwicklerin, Ansprechpartnerin für Kurse des Förderprojekts Uku-lei-le von Rolf Zuckowskis Stiftung „Kinder brauchen Musik.“; Uku-lei-le- Dozentin und Buchautorin sowie langjährige Kinderchorleiterin und Musikpädagogische Fachkraft.

Stellungnahme zur fristgerechten Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbildung

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    • Veröffentlichungsort und Datum: Leipzig, den 17.04.2026, Einleitung (max. 300 Zeichen): Die mögliche Verschiebung des Ganztagsförderungsgesetzes sorgt für Verunsicherung. Dabei ist klar: Investitionen in Bildung, Chancengerechtigkeit und Betreuung sind entscheidend für Zukunft und Fachkräftesicherung. Statt Verzögerung braucht es jetzt eine konsequente Stärkung des Ganztagsausbaus., Einleitungsbild: , Landesverband: Bundesverband, Veröffentlichungsjahr: 2026

Mit großer Sorge verfolgt der Ganztagsschulverband e.V. die aktuell diskutierte Idee, die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes zu verschieben. Wir erleben in ganz Deutschland, wie sich Länder, Kommunen und Träger momentan der Herausforderung stellen, die mit dem Rechtsanspruch verbundenen Voraussetzungen zu schaffen. Dieses Engagement gilt es zu stärken und nicht durch Verschiebungsszenarien zu verunsichern!
Zweifellos leben wir in einer angespannten Lage, die das Nachdenken über Sparmöglichkeiten rechtfertigt. Deutschlands Potenzial ergibt sich jedoch in hohem Maße aus gut gebildeten Menschen. Ausgerechnet hier zu sparen, dies betrachten wir als einen großen Fehler: Der Ausbau von Ganztagsschulen und ein damit verbundener Rechtsanspruch stärkt die wichtigste Ressource, die wir haben: Gut gebildete junge Menschen, unabhängig von der sozialen Herkunft. Der Rechtsanspruch umfasst ebenso Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, inklusive Förderung und gesellschaftliche Teilhabe – gerade für jene Kinder, die auf verlässliche externe Unterstützung am dringendsten angewiesen sind.
Außerdem: Ein weiterer positiver Effekt von Ganztagsschulen ergibt sich aus der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in dem Kinder bis in den Nachmittag hinein betreut werden und daher beide Elternteile arbeiten können. Diese Möglichkeit in Frage zu stellen, ist in Zeiten des Fachkräftemangels in vielen Branchen ein weiterer schwerer Fehler.
Kurzum: Nicht Verschiebung, sondern die strukturelle Stärkung des ab Herbst 2026 beginnenden Rechtsanspruchs auf Ganztag im Grundschulalter ist geboten!

Unser Verband auf der didacta in Köln: 10. bis 14. März 2026

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    • Veröffentlichungsort und Datum: Leipzig, 02.02.2026, Einleitung (max. 300 Zeichen): Erneut ist der Ganztagsschulverband mit einem Stand und einem Fachtag auf der didacta in Köln vertreten! Wir werden uns im Rahmen der Kooperationsgemeinschaft Ganztag in Halle 8.1, Stand C001 präsentieren. Wir freuen uns auf viele gute Gespräche und neue Kontakte., Einleitungsbild: , Veröffentlichungsjahr: 2026

Wie schon in den vergangenen zwei Jahren ist der Ganztagsschulverband wieder auf der didacta vertreten, und zwar mit der Kooperationsgemeinschaft GANZTAG. 

Die Kooperationsgemeinschaft GANZTAG möchte das Thema Ganztag als hochaktuelles bildungspolitisches und pädagogisches Thema unter dem Motto BILDUNG NEU DENKEN auf der Didacta präsent machen.

Hierfür haben sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit (BAG BEK) e.V., der Ganztagsschulverband e.V., die impulse akademie Freiburg und die Akademie für Ganztagspädagogik e.V. zusammengeschlossen. Neben der Präsenz am Stand veranstaltet die Kooperationsgemeinschaft Ganztag am 11. März von 10 bis 16 Uhr einen Fachtag zum Thema Kinderrechte im Ganztag. In vier flexibel buchbaren Modulen beleuchten Expert*innen aus Wissenschaft, Schule, Jugendhilfe und Kommunen zentrale Fragen:  

  • Wie können Räume kindgerecht gestaltet werden?  
  • Welche Verantwortung trägt der Ganztag im Kinderschutz?  
  • Wie lassen sich Kinderrechte im Alltag wirksam stärken – trotz bestehender Zielkonflikte?  
  • Impulse, Praxistransfer und eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion bieten Raum für Austausch, Inspiration und neue Perspektiven.  

Link zur Anmeldung: https://eveeno.com/225194407 

Link zum Programm: https://afg-im-netz.de/wp-content/uploads/2026/02/Fachtag_didacta_Programm_2026.pdf

Wir sehen uns in Köln! 

ganztagsLESEN – Leseförderung wissenschaftlich fundiert und praxisnah für den Ganztag

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    • Veröffentlichungsort und Datum: Lübeck, 18.01.2026, Einleitung (max. 300 Zeichen): Viele Kinder verlassen die Grundschule mit unzureichender Lesekompetenz. Dabei ist Lesen nicht nur ein entscheidender Faktor für ihren weiteren Bildungsweg, sondern auch für die aktive Teilnahme an demokratischen Prozessen. , Einleitungsbild: , Landesverband: Bundesverband, Veröffentlichungsjahr: 2026

Ganztagsangebote eröffnen zusätzliche Lernräume, in denen Lesen kontinuierlich geübt und vor allem aber die Motivation und Lesefreude vielfältig erlebbar werden können. Gleichzeitig bieten Ganztagsangebote durch die Verortung in den Schulen das Potenzial genau auch die Kinder zu erreichen, die nicht durch außerschulische Leseförderangebote erreicht werden.

Die Fortbildung ganztagsLESEN der Bücherpiraten qualifiziert Fachkräfte praxisnah und wissenschaftlich fundiert, um Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen und gleichzeitig ihre Lesemotivation, Sprachentwicklung und gesellschaftliche Teilhabechancen zu stärken.

Die Demokratie braucht Lesen! 

Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für schulischen Erfolg, gesellschaftliche und demokratische Teilhabe. Denn Lesen umfasst eben nicht nur das Erkennen von Wörtern, sondern vor allem auch das Verstehen, Einordnen und kritische Bewerten von Texten – Fähigkeiten, die für die aktive Teilnahme an einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar sind. 

Wenn die Demokratie das Lesen braucht, sind die folgenden Zahlen besorgniserregend: 

  • PIRLS/IGLU 2021: etwa 25 % der Viertklässler:innen erreichen nicht das Mindestniveau der Lesekompetenz. Kinder, die dieses Niveau nicht erreichen, haben erhöhtes Risiko, in der weiterführenden Schule und im Alltag Anschlussprobleme zu bekommen (Bos et al., 2017; KMK, 2023).
  • Funktionaler Analphabetismus bei Erwachsenen hat wiederum oft seine Wurzeln in unzureichender Lesekompetenz in der Kindheit und in der Familie. In Deutschland wird die Zahl der Erwachsenen mit funktionalem Analphabetismus auf ca. 4–6 Mio. geschätzt (Grotlüschen et al., 2019).

Wer nicht sinnentnehmend lesen kann, entwickelt zwar sehr häufig Strategien, den Alltag zu bewältigen. Zum einen kostet das aber extrem viel Aufwand – und zum anderen: Das selbstwirksame Erschließen neuer Bildungsinhalte und das Erschließen von z.B. komplexen Texten wie Parteiprogrammen, Wahlinformationen oder Hintergrundrecherchen zu Nachrichten ist nur bedingt möglich. 

Leseförderung im Ganztag

Damit sich diese Zahlen ändern, braucht es eine Anstrengung der gesamten Gesellschaft. Die Schulen werden mit einer großen Zahl an Aufgaben überlastet und brauchen Unterstützung durch außerunterrichtliche und -schulische Angebote. Dabei muss aber im Blick behalten werden, dass das Lesenlernen weiterhin vorrangig im Unterricht und durch didaktisch ausgebildete Lehrkräfte stattfinden muss. Der Ganztag und die außerschulischen Einrichtungen können unterstützend wirken.

In diesem Rahmen können Ganztagsfachkräfte in der Leseförderung eine entscheidende Rolle spielen: Sie ergänzen den Unterricht, indem sie Lesen als erlebte, motivierende Praxis vorleben und gestalten. Dabei werden kognitive, affektive und soziale Dimensionen des Lesens miteinander verbunden. 

Zwingend für die wirksame Unterstützung in der außerunterrichtlichen Leseförderung ist eine Qualifikation der im Ganztag tätigen Personen. Da der Personalbedarf für den verpflichtenden Ganztag aber so groß ist und nicht ausreichend Fachkräfte verfügbar sind, ist das Personal im Ganztag bislang sehr heterogen: Es gibt natürlich Fachkräfte mit pädagogischer Ausbildung oder mit akademischem Hintergrund, aber oft arbeiten im Ganztag (ehrenamtliche) Assistenzkräfte und/oder pädagogische Laien.

Dabei ist es existenziell für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit im Ganztag, dass das Personal sich und seine Arbeit immer wieder reflektiert. Zudem ist es notwendig, die Angebote an der Entwicklung und dem Kompetenzniveau der Kinder zu orientieren und Gruppen von Kindern sozial kompetent zu begleiten. Diese Fähigkeiten müssen durch Qualifizierungsprozesse aufgebaut und erhalten werden.

Praxisnah und vielfältig: Inhalte der Fortbildung ganztagsLESEN

Die Fortbildung ganztagsLESEN vermittelt wissenschaftlich fundierte Grundlagen und praxisorientierte Methoden – gestützt auf die langjährige Erfahrung der Bücherpiraten in Literaturpädagogik und Leseförderung. Die Bücherpiraten führen seit vielen Jahren erfolgreiche Leseförderprojekt durch. Die Inhalte der Fortbildung basieren auf ihren erprobten und erfolgreichen literarturpädagogischen Projekten für Kinder und Jugendliche. Ziel ist, dass die Teilnehmenden diese Ideen direkt in Ganztagssettings umsetzen können. 

In den Seminaren geht es um theoretisches Wissen zur Sprachentwicklung, Lesekompetenz und zur Mehrsprachigkeit. Die Theorie wird unmittelbar mit praktischen Handlungsmöglichkeiten für Ganztagsangebote verknüpft. Teilnehmende lernen, wie sie Leseförderung systematisch planen, Methoden differenziert einsetzen und Kinder alters- und entwicklungsangemessen begleiten können.

Beispiele aus den Modulen:

  • Alters- und Entwicklungsphasen: Angebote gezielt auf Lesekompetenzstände abstimmen.
  • Partizipation: Kinder entscheiden selbst über Geschichtenpfade oder Schreibprojekte.
  • Dialogisches Vorlesen und Erzählstimme: Stärkt Textverständnis und kognitive Fähigkeiten.
  • Mehrsprachige Zugänge: Zweisprachige Bilderbuch-Werkstätten aktivieren die sprachlichen Ressourcen der Kinder.
  • Literarische Vielfalt: Straßenpoesie, Comics, Sachbücher, Podcasts fördern Lesemotivation und unterschiedliche Zugänge.
  • Phonologische Bewusstheit und Schreiben: Lyrik- und Schreibprojekte festigen das Laut-Struktur-Verständnis der Sprache.
  • Lesesozialisation: Kinder erfahren Lesen als sozialen, motivierenden Prozess und bauen positive Leseerfahrungen auf.

Durch die Verbindung von Leseförderung und Partizipationspädagogik wird Leseförderung auch zur Demokratieförderung: Kinder, die Texte verstehen, einordnen und kritisch reflektieren können, entwickeln die Grundlage für gesellschaftliche Urteilsfähigkeit. Ganztagsangebote bieten dafür den Erfahrungsraum, in dem Kinder Lesen als gemeinschaftliches, soziales und kreatives Erlebnis teilen.

Termine & Ort

Die Fortbildung findet 2026 ab 27. Februar 2026 an zwei Präsenzwochenenden im Bücherpiraten-Haus in Lübeck sowie über vier Online-Termine statt. Die genaue Übersicht der Termine finden Sie auf unserer Website: buecherpiraten.de 

Kosten & Anmeldung:
500 Euro pro Person – inklusive Workshops, Mittagessen, Getränke und Online-Termine. Anmeldung per ausgefülltem PDF an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Literaturverzeichnis

Bos, W., Bremerich-Vos, A., Tarelli, I., & Valtin, R. (Hrsg.). (2017). IGLU 2016. Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich. Münster: Waxmann.

Grotlüschen, A., Buddeberg, K., Dutz, G., Heilmann, L., & Stammer, C. (2019). LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität. Hamburg: Universität Hamburg.

Kultusministerkonferenz (KMK). (2023). Lesen ist das Fundament für Bildungserfolg – Ergebnisse der IGLU-Studie 2021. Bonn: KMK.

OECD. (2023). PISA 2022 Results (Volume I): The state of learning and equity in education. Paris: OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/53f23881-en

Stiftung Lesen. (2023). Leseförderung und Demokratie: Warum Lesen eine Schlüsselkompetenz für gesellschaftliche Teilhabe ist. Mainz: Stiftung Lesen.

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). (2020). Lesekompetenz, Medienkompetenz und Demokratie. Bonn: bpb.

Beitragsbild: Kirsten Haarmann