Stellungnahme zur fristgerechten Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbildung

Mit großer Sorge verfolgt der Ganztagsschulverband e.V. die aktuell diskutierte Idee, die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes zu verschieben. Wir erleben in ganz Deutschland, wie sich Länder, Kommunen und Träger momentan der Herausforderung stellen, die mit dem Rechtsanspruch verbundenen Voraussetzungen zu schaffen. Dieses Engagement gilt es zu stärken und nicht durch Verschiebungsszenarien zu verunsichern!
Zweifellos leben wir in einer angespannten Lage, die das Nachdenken über Sparmöglichkeiten rechtfertigt. Deutschlands Potenzial ergibt sich jedoch in hohem Maße aus gut gebildeten Menschen. Ausgerechnet hier zu sparen, dies betrachten wir als einen großen Fehler: Der Ausbau von Ganztagsschulen und ein damit verbundener Rechtsanspruch stärkt die wichtigste Ressource, die wir haben: Gut gebildete junge Menschen, unabhängig von der sozialen Herkunft. Der Rechtsanspruch umfasst ebenso Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, inklusive Förderung und gesellschaftliche Teilhabe – gerade für jene Kinder, die auf verlässliche externe Unterstützung am dringendsten angewiesen sind.
Außerdem: Ein weiterer positiver Effekt von Ganztagsschulen ergibt sich aus der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in dem Kinder bis in den Nachmittag hinein betreut werden und daher beide Elternteile arbeiten können. Diese Möglichkeit in Frage zu stellen, ist in Zeiten des Fachkräftemangels in vielen Branchen ein weiterer schwerer Fehler.
Kurzum: Nicht Verschiebung, sondern die strukturelle Stärkung des ab Herbst 2026 beginnenden Rechtsanspruchs auf Ganztag im Grundschulalter ist geboten!
Termine
Zugang zum Mitgliederbereich
Jetzt Mitglied im Ganztagsschulverband e.V. werden
und von Vorteilen profitieren …
- Exklusiver Mitgliederbereich
- Unterstützung und Austausch
- Kongresse auf Bundesebene
- Fachtage auf Landesebene
- Zeitschrift DIE GANZTAGSSCHULE


